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Finanzen und niedrige Steuern
Die Finanz- und Steuerpolitik ist heute einer der wichtigsten Faktoren
bei der Wahl des Standortes im Kanton. Dies gilt nicht nur für
die Klein- und Mittelbetriebe KMU, sondern vermehrt auch für
Bürgerinnen und Bürger. Dies stelle ich tagtäglich
in meiner Arbeit als Treuhänderin fest. Die Steuerzahler beklagen
sich zunehmend, sie sind erbost und haben es buchstäblich satt,
dem Staat immer mehr Geld an Steuern, Abgaben und Gebühren
zu zahlen. Der Fiskus greift immer ungenierter zu, der Mittelstand
wird immer mehr belastet. Viele wandern in die benachbarten Kantone
Schwyz und Zürich ab.
Während die Wirtschaft überall Kosten einsparen und die
Preise drastisch senken musste, verzeichnet der Kanton St. Gallen
in den letzten vier Jahren ein Ausgabenanstieg um satte 22%. Die
Ausgaben sind innert weniger Jahre auf 3.0 Mrd. angestiegen. Die
Zuwachsrate liegt eindeutig über dem prognostizierten nominellen
Wirtschaftswachstum. Die Steuerquote nimmt deutlich zu.
Ich erinnere daran, was die Regierung bei der Steuergesetz-Revision
versprochen hat. Sie wollte ursprünglich auch eine steuerliche
Erleichterung für alle, für Einkommenssteuerpflichtige
in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen, für Familien,
insbesondere mit Kindern, sowie für Unternehmungen.
Inzwischen haben die Regierung und der Grosse Rat gegen den Willen
der SVP zweimal Steuerfusserhöhungen beschlossen von 110 auf
115%. Dem nicht genug, den Ausgleichsgemeinden wurden noch zusätzlich
2% beim Maximalsteuerfuss dazugegeben. Dadurch wurden die angekündigten
Verbesserungen der Steuergesetz-Revision zum grossen Teil wieder
aufgefressen.
Auch wenn die SVP in der Zwischenzeit wieder mit Müh und Not
eine Reduktion um 2% ab dem Jahr 2002 herangebracht hat, scheint
dies nur von kurzer Dauer. Die Regierung hat beim Budget 2003 bereits
eine weitere Steuerfusserhöhung um 5 % angekündigt, um
das 84 Mio. Defizit in den Griff zu bekommen.
Die Belastungen der Bürgerinnen und Bürger hat aber bereits
heute ein Limit erreicht, das nicht mehr tragbar ist. Dem Ausgabenwahnsinn
der Regierung muss dringend Einhalt geboten werden. Wir müssen
uns vermehrt wieder auf die Kernaufgaben des Staates konzentrieren.
Aufgaben und Ausgaben sind kritisch zu hinterfragen, gegebenenfalls
zu kürzen oder ganz zu streichen.
Die staatlichen Leistungen müssen auf ihre Berechtigung und
ihre Effizienz überprüft werden. Die SVP verlangt deutliche
Steuersenkungen, die sowohl für den einzelnen Bürger im
Portemonnaie spürbar sind, als auch für Unternehmen -
insbesondere für die KMU's - die zu merklich finanziellen Entlastungen
führen. Wir brauchen einen attraktiven Wirtschaftsstandort
St. Gallen, der Gewerbe und Industrie die Möglichkeit gibt,
zu uns zu kommen, bei uns zu investieren, Arbeitsplätze zu
schaffen und zu sichern.
Die SVP kämpft allein gegen alle, gegen immer neue Steuern,
Abgaben und Gebühren. Als einzige Partei hat sich die SVP im
Grossen Rat mit aller Konsequenz für spürbare Steuersenkungen
eingesetzt. Denn nur mit niedrigen Steuern können zukünftig
neue Steuerzahler angeworben werden. Nur Steuersenkungen bringen
dem Bürger und der Wirtschaft dringende finanzielle Entlastungen.
Die SVP wird sich mit allen Mitteln für eine Finanzpolitik
stark machen, die den Wirtschaftsstandort St. Gallen attraktiver
macht.
Marianne Steiner, Kantonsrätin, Kaltbrunn
Mitglied der Finanzkommission
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