| Gegen
eine Verschlechterung unseres Wirtschaftsstandortes
Die neue Bundesverfassung über die der Souverän am 18.
April 1999 abstimmt, enthält nicht wenige Neuerungen, die unseren
Wirtschaftsstandort Schweiz keinesfalls begünstigen.
Sozialforderungen, die in früheren
Abstimmungen vom Souverän abgelehnt wurden (Recht auf Wohnung,
Recht auf Bildung, Recht auf Arbeit) finden sich plötz-lich
wieder als sogenannte Sozialziele
(Art. 41). Sie sollen – zumindest vorderhand – keine
klagbaren Ansprüche gegen den Staat begründen, verpflichten
aber Bund und Kantone, die Sozialziele im Rahmen ihrer verfassungsmässigen
Zuständigkeiten und ihrer verfügbaren Mittel anzustreben.
Die Verankerung von Sozialzielen in der Bundesverfassung weckt zudem
Appetit auf einen weiteren Ausbau staatlicher Leistungen.
Die noch geltende Verfassung sieht im Bürger den selbstverantwortlichen,
also aus eigener Verantwortung und Freiheit
sein Leben gestaltenden Einzelnen. Die revidierte Verfassung
nährt mit ihrem ausgedehnten Grundrechtskatalog
(für alle Bewohner, nicht nur für Schweizer) und ihren
Sozialzielen die Anspruchsmentalität
masslos. Immer neue Regulierungen und immer grösseren Geldhunger
des Staates sind die Folgen. Umverteilung
heisst die Lösung!
Streikrecht. Die bisherige
Verfassung kennt kein Streikrecht. Wir konnten uns glücklich
schätzen, den sozialen Frieden auch ohne Streiks garantieren
zu können. Das beweist auch, dass wir in der Schweiz die niedrigsten
Arbeitszeitverluste als Folge von Streiks weltweit ausweisen, was
ein klarer volkswirtschaftlicher "Gewinn" ist. Wer
das Streikrecht als ausdrückliches Verfassungsziel anstrebt
und in die Verfassung einfügen will, der will ohne Zweifel
auch streiken.
Ich sage NEIN zum Verschwenderstaat,
der immer neue Aufgaben dem Bund übertragen will. Ich sage
NEIN zum Verteilungsstaat, der die
Eigenverantwortung und Freiheit des Bürgers raubt, und lege
am 18. April ein NEIN zur neuen Bundesverfassung
in die Urne. Nur so kann ein guter Wirtschaftsstandort aufrechterhalten
und die Schaffung, die Sicherung und Erhaltung von Arbeitsplätzen
garantiert werden.
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