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Frauenparlament vom 2./3. Mai 1998

Das von der Arbeitsgemeinschaft Frauen 2001  (ARGEF-2001) organisierte Frauenparlament tagte anlässlich der "150 Jahr-Feier Bundesverfassung – 50 Jahre Frauenparlament" während zwei Tagen im Bundeshaus  in Bern. Eingeladen waren Frauen verschiedener Verbände, politischer Organisationen,  verschiedener Hilfswerke und Institutionen sowie Einzelmitglieder.

Als Vorstandsmitglied  der SVP-Frauen Schweiz wurde ich zusammen mit vier weiteren SVP-Frauen delegiert. Sachgeschäfte wie:

  • Mutterschaftsversicherung
  • AHV
  • BVG 
  • Familien- / Kinderzulagen und
  • Sozialhilfe

standen im Mittelpunkt.

Unter dem Motto "Frau sein – frei sein / Frei sein – Frau sein"  wurden Thesen verabschiedet, die durch neue Aufgaben und Ausgaben den Bund finanziell enorm belasten. "Ueber Finanzen spricht man nicht, die hat man ja" so der Tenor  der Organisatorinnen. In voll besetztem Nationalratssaal sind wir SVP-Frauen uns – obwohl unter Frauen – wie von einem anderen Stern vorgekommen. Da wurden neue  Forderungen zur Besserstellung der Frau gestellt und genehmigt, ohne Rücksicht auf die bereits prekäre Finanzlage des Bundes.

Während dem zweitägigen Frauenparlament kristallisierten sich bald die Gruppierungen heraus. Während SP-Frauen mit Hilfe der CVP und zum Teil auch der FDP-Frauen sowie allen Frauen aus den Gewerkschaften und Hilfswerken im Saal ganz klar dominierten und die Thesen  durchbrachten, waren wir SVP-Frauen zusammen mit Frauen des Schweiz. Landfrauenverbandes – die mehrheitlich auch SVP-Frauen waren – ganz klar in der Minderheit. Unsere Ablehnung der Thesen war eindeutig, denn es ist unverantwortlich mit immer neuen Begehrlichkeiten das Forderungskarussell anzutreiben, die Defizite und den Schuldenberg ins Uferlose ansteigen zu lassen.

Klare Abgrenzung
Die SVP-Frauen repräsentieren verschiedene Sparten, wie z.B. Landwirtschaft, Gewerbe,  Wirtschaft, Hausfrau und Mutter. Sie alle wissen, dass der Franken erst ausgegeben werden  kann, wenn er verdient ist. SVP Frauen wollen nicht einseitig Politik machen und sich  ausschliesslich für Frauenanliegen einsetzen. Sie setzen sich für das Gesamtwohl der Bevölkerung ein – und dazu gehören Mann und Frau. Als gleichgestellte Frauen haben wir heute nicht nur Rechte sondern auch Pflichten.

Als SVP-Frau habe ich in einem Votum an das Frauenparlament meine ablehnende Haltung zu  den Thesen begründet und die Frauen ermuntert, dass "Frau sein – frei  sein" aus eigener Initiative, nicht aber aus staatlicher Abhängigkeit, möglich ist.  Dazu braucht es immer wieder Mut und Ausdauer, Flexibilität und Kreativität, mit  Eigenverantwortung kann man viel erreichen. Als gleichgestellte und selbständige Gewerbefrau kann ich nicht neue Aufgaben und Ausgaben gutheissen ohne vorher die Finanzierung geregelt zu haben.

Wichtig ist für uns SVP Frauen auch die dringende Sanierung der Bundesfinanzen.

 

 

 

 

Finanzen / Steuern (SG)

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aktualisiert 11.02.2005