Home - Marianne Steiner, Politikerin
  home       Marianne Steiner       Standpunkte Übersicht      Luchs-Versuchsprojekt

 

Luchs-Versuchsprojekt - was muss noch alles passieren?

Die Beantwortung der Regierung auf meine einfache Anfrage befriedigt uns nicht, vor allem wie die Regierung gegen die Meinung des Volkes und gegen die Befürchtungen und Aengste der 14124 Petitionäre antritt.

Sie verharmlost das Ganze in ihrer Begründung, dass bis jetzt nur ein Nutztier zu Schaden gekommen sei, dass der Staatshaushalt des Kantons St. Gallen bei einem Verzicht auf das Projekt nicht entlastet werde, ja sie vertreten sogar die Meinung, dass jedes Jahr deutlich mehr Rehe und Gämsen ausserhalb der Jagd - bspw. durch Verkehrsunfälle - zu Tode kommen, als die vorhandenen und noch zusätzlich für eine Ansiedlung vorgesehenen Luchse zusammen je zu reissen vermögen.

Tatsache ist, dass es nach dem Alpsommer 2002 viel mehr Schäden an Nutztieren gibt, als die Statistik aufzeigt und die Wild- und Nutztierrisse in Zukunft zunehmen werden, weil die Population des Luchses bis jetzt noch nicht zum Tragen gekommen ist. Tatsache ist, dass weitere 2 - 3 Tiere im Kanton Thurgau ausgesetzt werden. Tatsache ist, dass es im Speergebiet, in dem sich der Luchs wohl fühlt, bereits heute nach zwei Jahren Versuch, keine Rehe mehr gibt. Tatsache ist, dass die Petitionäre den Staatshaushalt insgesamt d.h. Bund und Kanton schonen wollen, weil die aktive Luchsansiedlung des Staates nicht zu den Kernaufgaben gehört.

Aus diesem Grund habe ich an der November-Session eine Interpellation eingereicht in der ich die Regierung bitte:

Ueber die Ergebnisse des gesamten Wald/Wild-Pilotprojekts während der nun 2-jährigen Luchs-Versuchsphase zu berichten.

Was will die Regierung gegen die Aengste und Befürchtungen der Landwirte, Jäger, Schaf- und Ziegenhalter und der Landbevölkerung insgesamt unternehmen?

Es ist bekannt, dass Aelpler im Sommer 2002 einige Nutztiere im Speergebiet verloren haben und zu Schaden gekommen sind. Diese figurieren auf keiner Statistik, weil kein Luchsriss nachgewiesen werden konnte. Muss das nun in Zukunft einfach hingenommen werden oder was gedenkt die Regierung dagegen zu tun?

Die Regierung hat neue Pachtverträge mit den Revierpächtern auf die Dauer von 8 Jahren abgeschlossen ohne sie zuvor über das geplante Luchsprojekt in Kenntnis zu setzen. Bereits heute können die vorgegebenen Abschusszahlen nicht mehr erfüllt werden, weil es z.B. im Speergebiet keine Rehe mehr gibt. Wie will die Regierung dieses Problem lösen, ev. durch Senkung der Pachtzinsen?

Es ist uns bewusst, dass der Kanton mit einem Ausstieg per Ende Jahr 2003 nicht bewirken kann, dass die ansässigen Tiere das Kantonsgebiet verlassen. Sie könnten frei und unbeaufsichtigt in der Natur belassen werden. Was spricht denn dagegen?

Was muss nach der Meinung der Regierung noch alles passieren, bis das Luchs-Versuchsprojekt abgebrochen werden kann?

Marianne Steiner
SVP-Kantonsrätin 8722 Kaltbrunn

 

 

 

 

Standpunkte immer aktuell

Familienpolitik

Gesunde Finanzen und niedrige Steuern

Ja zur Neutralität

Linthdammsanierung

gegen die LSVA

Luchversuchsprojekt – was muss noch alles passieren?

Luchs reisst Nutztiere

Asylpolitik (Metzler ratlos)

Mogelpackung (KVG - 11. Sozialversicherungspaket)

Quotenfrauen

Weniger Steuern, Abgaben, Gebühren

Zum Schweizer geboren?

Standpunkte Übersicht

 

 

 

 

 

 

aktualisiert 11.02.2005