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Anfrage Landwirtschaftsamt – September-Session
2004
Im Amtsbericht der Regierung heisst es: „Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe
nimmt in der letzten Jahren regelmässig um 2 bis 3 Prozent
ab. Die ungünstige Wirtschaftslage verhindert aber vielfach
die Aufnahme oder Ausdehnung einer ausserlandwirtschaftlichen Nebenerwerbstätigkeit
und somit eine nachhaltige Verbesserung des Familieneinkommens.
Das Landwirtschaftsamt ist z.Zt. im Linthgebiet zusammen mit dem
Linthingenieur unterwegs und will Land für das bevorstehende
Vorprojekt Hochwasserschutz Linth 2000 erwerben. Gemäss Vorprojekt
geht das Massnahmenprojekt von 254 ha zusätzlich mit einer
auf Naturschutz-Zielsetzungen ausgerichteten Nutzung aus. Dem nicht
genug, es sollen noch gesamthaft am Linthkanal 26.4 ha hervorragendes
Landwirtschaftland erworben werden.
Also dieses 100 Mio. Projekt tangiert nicht nur das Baudepartement,
mit RR Willi Haag, der die Linthkommission präsidiert sondern
auch das Volkswirtschaftsdepartement mit dem Landwirtschaftsamt.
Ich frage mich nun, weiss die eine Hand, was die andere tut?
Wie stellt sich der Volkswirtschaftsminister zu diesen für
die Zukunft der Landwirtschaft in unserem Linthgebiet so wichtigen
Fragen:
- Ist es Aufgabe des Staates, landwirtschaftliches
Kulturland der Landwirtschaftlichen Nutzung zu entziehen, Existenzen
zu gefährden und damit dieser negativen Tendenz (Bericht)
noch Vorschub zu leisten?
- Verstösst dies nicht gegen unsere Verfassung Art. 20;
Der Staat setzt sich zum Ziel, dass eine leistungsfähige
und nachhaltig produzierende Land- und Waldwirtschaft besteht,
die ihre vielfältigen Aufgaben für Natur, Mensch und
Wirtschaft erfüllen kann.
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