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Eintreten Massnahmenpaket 2004
Jetzt haben wir das Debakel – es ist nun das eingetroffen,
was die SVP-Fraktion schon seit Jahren bekämpft und ich mit
meiner Motion "Ausgabenbremse" verhindern wollte. Was
benachbarte Kantonsregierungen frühzeitig erkannt und in hervorragender
Weise kurz entschlossen die "Ausgabenbremse" gezogen und
gehandelt haben, scheint für die Regierung eine unbekannte
Grösse und fremd zu sein. Statt aus eigener Initiative Verantwortung
zu übernehmen, hat sie trotz dem angekündigten drohenden
Desaster - das klar und deutlich aus dem jährlichen Finanzplan
hervorging und erkennbar war - immer neue Aufgaben und Ausgaben
bewilligt. Meine Damen und Herren der Regierung, ich bin schwer
enttäuscht, Sie haben Ihre Hausaufgaben nicht gemacht und nach
meiner Ansicht versagt. In der Wirtschaft wären Sie nicht länger
tragbar und müssten Ihren Sessel räumen.
Mit diesem Massnahmenpaket bin ich überhaupt nicht zufrieden.
Es sind Massnahmen, die zum Teil gar keine Sparmassnahmen sind,
sondern lediglich Verlagerungen auf die Gemeinden. Es sind Massnahmen,
die insgesamt nur unsere Bürgerinnen und Bürger trifft,
sei es mit neuen Steuern, Abgaben und Gebühren oder mit verschiedenen
Beitragskürzungen. So trifft es einmal mehr die Landwirtschaft,
welche mit der AP 2007 bereits genug gebeutelt wird, oder die Autofahrer,
die bereits zur Milchkuh der Nation gestempelt sind. Und wo sind
die Einsparungen bei der Staatsverwaltung? Es gäbe doch genügend
unsinnige geldverschleudernde Projekte in allen Departementen, sei
es kantonal oder national, die ersatzlos gestrichen werden könnten.
Heute müssen wir uns klar und deutlich auf die Kernaufgaben
des Staates konzentrieren, alles andere ist wünschbarer Luxus,
den wir uns nicht mehr leisten können. Die Wirtschaft, meine
Damen und Herren muss wachsen und nicht der Staat. Der Staat ist
mittlerweilen zum Arbeitsplatzkiller Nr. 1 geworden. Das muss dringend
gestoppt werden, sonst kommt unsere Wirtschaft nicht mehr vom Fleck.
Schaffen wir administrative und umweltschützerische Hürden
für Wirtschaft und Landwirtschaft ab, dann geht es allen wieder
besser - letztlich auch dem Staat. Bei schlechten Rahmenbedingungen,
die wir zur Zeit haben sind auch Wirtschaftfördergelder herausgeworfenes
Geld. Also packen wir das Problem bei der Wurzel - wir brauchen
dringend einen schlankeren Staat, denn so funktioniert es bestimmt
nicht.
Nachdem die Regierungsparteien SP, CVP und FDP dieses Debakel verursacht
haben, bin ich persönlich der Meinung, dass grundsätzlich
das ganze Paket zur Ueberarbeitung an die Verursacher zurückgewiesen
werden sollte. Sie haben immer neue Ausgaben beschlossen, sie sind
die Steuererhöhungsparteien und haben dies auch ganz klar zu
verantworten. Als Mitglied der Finanzkommission bin ich mit der
SVP-Fraktion jedoch an einer dringendlichen Sanierung des Staatshaushaltes
interessiert, um so eine erneute Steuererhöhung abwenden zu
können. Ich bitte Sie, Ihre Verantwortung als Parlamentsmitglied
wahrzunehmen, Ihren Beitrag zu leisten und auf das Massnahmenpaket
einzutreten.
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