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Bericht aus der November-Session
Kantonsverfassung
Der Grosse Rat befasste
sich u.a. mit der Schlussabstimmung über die Kantonsverfassung,
das Budget 2001 und die Wiederansiedlung des Luchses.
Vor der Schlussabstimmung über die Kantonsverfassung haben
alle Parteien ihre Würdigung vorgetragen. Die Regierung und
die vorberatende Kommission empfahl dem Grossen Rat die Kantonsverfassung
als Ganzes zur Abstimmung zu bringen.
Mein Antrag, die erlassene Kantonsverfassung sei in Teilen, insbesondere
Art. 35 und 188 der Wahlkreise, dem Volk vorzulegen, wurde abgelehnt.
Nachtragskredite 2000
Nach dem erfolgreich verlaufenen 1999 mit 77.7 Mio. Ertragsüberschuss
scheint das Jahr 2000 ebenso positiv auszufallen. Am Ende des Jahres
will man nun alles und jedes noch ins 2000 verpacken. Dabei sind
in der Mai-Session bereits Nachtragskredite von 1.8 Mio. beschlossen
worden. Die Regierung beantragte nochmals 15 Nachtragskredite im
Gesamtbetrag von 3.8 Mio. Franken und das alles bei einem budgetierten
Voranschlag von 21.1 Mio. Aufwandüberschuss. Persönlich
bin ich der Meinung, dass alles daran gesetzt wird, den Ertragsüberschuss
2000 möglichst zu drosseln, um so die von der SVP geforderte
und dringend notwendige Senkung der Steuerquote zu verhindern. So
wurde u.a. Fr. 766.000.—für die Einführung eines
Kreditkarten-Systems für Führerausweise bewilligt.
Stellenplan
Beim Stellenplan stellte ich u.a. den Antrag, die fünf neuen
Stellen (2 zusätzliche und 3 Umwandlung von Aushilfskredit
in Planstellen) im Amt für Umweltschutz (AFU) seien zu streichen.
Nach dem Stellenplan per 1. Januar 2000 sind im AFU insgesamt 80
Stellen besetzt. Nun sollen laut Botschaft der Regierung im AFU
fünf weitere Stellen aufgestockt werden.
Nachdem das AFU Kontrollaufgaben an verschiedene Branchenverbänden
abgetreten und Vereinbarungen getroffen hat (wie kürzlich mit
dem AGVS Autogewerbeverband) werden Kapazitäten beim AFU wieder
frei, welche effizient und flexibel wieder anderweitig eingesetzt
werden können. Obwohl viele Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe
über die immense Tätigkeit des AFU klagen, haben deren
Vertreter im Grossen Rat diskussionslos die neuen Stellen beim AFU
gutgeheissen.
Budget 2001
Persönlich bin ich enttäuscht, dass die Regierung für
das Jahr 2001 wiederum ein Ausgabenüberschuss von diesmal 23.4
Mio. präsentiert und uns das ganze als ausgeglichen verkaufen
will. Die SVP kann nur ein ausgeglichenes Budget akzeptieren, wohlverstanden
frankenmässig und nicht wie die Regierung sich rechtfertigt
mit –3 Steuerprozenten gemäss Staatsverwaltungsgesetz.
Unter dem Motto: Machbares klar vor Wünschbarem, sind wir im
Rat auf einige Punkte zurückgekommen. So vor allem beim Stellenplan
und auf Ausgaben über alle Departemente in der Höhe von
rund 3.5 Mio. Franken, die auf verschiedene Massnahmen des Interkulturellen
Zusammenlebens basieren und in einem Bericht der Regierung vom 10./24.
Oktober 2000 festgehalten sind.
Für die Behandlung dieses Berichts ist erst in dieser Session
die Kommission bestellt worden. Der Grosse Rat behandelt diesen
Bericht in 1. Lesung erst in der Febr. Session 2001. Ohne jetzt
über diese Massnahmen zu werten, z.B. Time-out-Schule, es ist
noch keine gesetzliche Grundlage für diese Ausgaben geschaffen.
Nachdem niemand der anderen bürgerlichen Parteien für
Ausgabenkürzungen – sprich Taten – nur ansatzweise
Hand bot, hat die SVP einhellig das Budget abgelehnt.
Fazit:
Taten statt Worte wären mehr - alle Bürgerlichen reden
zwar von Steuersenkungen – aber wenn es drauf ankommt, ist
doch niemand dafür zu haben.
- Wer hat die Steuerfusserhöhung
von 1998 um 2% und von 1999 um 3 % zu verantworten?
- Wer hat sich in der Sept. Session gegen
die Verwendung des Ertragsüberschusses 1999 gewehrt, dass
wir 2001 endlich eine Steuerentlastung herbeiführen könnten?
- Wer hat zu den Mehrausgaben von rund
160 Mio. gegenüber dem Budget 2000 zugestimmt?
Die CVP und FDP, die noch nicht wahrhaben will, dass mittlerweilen
die SVP als zweitgrösste bürgerliche Kraft im Grossen
Rat existiert.
Gemeinsam könnten wir enorm viel erreichen, statt dessen lamentieren
und kritisieren sie und wollen uns belehren, dass wir uns gefälligst
in den ersten vier Jahren ruhig verhalten, zuhören und lernen
sollen. Wir wollen aber etwas verändern und werden uns nicht
in das alte Clichée einordnen.
Wiederansiedlung des Luchs
Während rund zweieinhalb Stunden debattierte der Grosse Rat
über pro und contra der Luchsansiedlung. Trotz Widerstand der
SVP - wurde der Wiederansiedlung unter Namensaufruf zugestimmt.
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