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Pressekonferenz
des Ueberparteilichen Komitees für den „Erhalt des Linthwerks“
Mittwoch, 29. September 2004, 13.30 Uhr
Hotel Schiff, 8808 Pfäffikon SZ
| Ueberparteiliches Komitee für
den „Erhalt des Linthwerks“ |
| Marianne Steiner, Kantonsrätin,
Kaltbrunn SG |
Tel. 055 283 23 55
Fax 055 283 37 33
info@mariannesteiner.ch |
| Elmar Bigger, Nationalrat, Vilters SG |
Tel. 081 302 26 91
Fax 081 302 26 89
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| Max Ronner, Kantonsrat, Buttikon SZ |
Tel. 055 464 10 80
Fax 055 464 10 81
macmax@bluewin.ch
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| René Brandenberger, alt-Landrat, Mollis GL |
Tel. 055 612 37 51
Fax 055 612 13 36 renebrandenberger@bluewin.ch |
| Hans-Heinrich Heusser, Kantonsrat, Seegräben ZH |
Tel. 01 932 25 84
Fax 01 932 34 21 hh.heusser@bluewin.ch |
Sehr geehrte Medienvertreterinnen
Sehr geehrte Medienvertreter
Wir begrüssen Sie recht herzlich zur
heutigen Pressekonferenz des Ueberparteilichen Komitees für
den „Erhalt des Linthwerks“ und danken Ihnen für
Ihr Interesse und Ihre objektive Berichterstattung.
Mit unserer Petition haben wir den Bürgerinnen
und Bürger der vier Konkordatskantone Glarus, Schwyz, St. Gallen,
Zürich die Möglichkeit gegeben, zum Vorprojekt „Hochwasserschutz
Linth 2000“, das bis 30. September 2004 zur Vernehmlassung
aufliegt, Stellung zu beziehen. Schliesslich sind sie es allein,
die dieses rund 100 Millionen Projekt mit Steuergelder finanzieren
müssen.
Die Unterschriftensammlung während
den zwei Monaten August/September war ein voller Erfolg. Mit dem
Start zur Vernehmlassung haben wir unsere Petition mitten in den
Sommerferien gestartet. Wenn dies auch zeitlich nicht optimal war,
konnten wir doch viele Bürgerinnen und Bürger aus den
vier betroffenen Konkordatskantonen für unser Anliegen gewinnen.
Alle haben Solidarität mit den Direktbetroffenen des Escher-
und Linthkanal gezeigt. Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern
ganz herzlich für ihre Unterstützung.
Die geplanten Massnahmen für mehr Oekologie
gehen entschieden zu weit. Im Vorprojekt Linth 2000 sollen nochmals
zusätzlich 254 ha Land mit einer auf Naturschutz-Zielsetzungen
ausgerichteten Nutzung geschaffen werden. Es wird in keiner Weise
berücksichtigt, dass in den letzten Jahren entlang des Linthkanals
von Schmerikon bis Schänis insgesamt schon 90.69 Hektaren ökologische
Flächen geschaffen wurden. Flachmoore von nationaler Bedeutung,
so namentlich; Gastermatt, Schänis 5.61 ha, Vorder Benkner
Riet, Benken 4.15 ha, Benkner, Burger- und Kaltbrunner Riet 51.68
ha und Schmerkner Riet 29.25 ha. Es darf kein weiteres Kulturland
mehr für unnötige Projekte geopfert werden, welche die
Existenz der Landwirtschaft weiter gefährdet. Das schon vernichtete
und das neu zur Vernichtung vorgesehene Kulturland von total fast
3.4 Millionen m2 oder rund 575 Fussballfelder würde Existenzgrundlage
für gut und gerne 10 – 20 rechtschaffene Bauernfamilien
geben. Doch das interessiert die Oeko-Ideologen überhaupt nicht.
Ohne Rücksicht auf Verluste und ohne jeglichen Respekt vor
der Landwirtschaft und vor den Steuerzahlern soll dieser Oeko-Gugus
durchgepeitscht werden.
Wir können uns dieses Mammutprojekt
schlichtweg nicht leisten, wir müssen uns auch hier auf die
Kernaufgaben des Staates konzentrieren. Machbares kommt klar vor
Wünschbarem und das ist hier eindeutig der Hochwasserschutz,
der durch eine rasche Sanierung der Dämme gewährleistet
werden muss.
Mit Rücksicht auf die bereits geschaffenen
90.69 Hektaren ökologischen Flächen im Linthgebiet sowie
auf die knappen Staatsfinanzen und die bereits hohe Steuerbelastung
der Bürgerinnen und Bürger fordern wir:
- Das bestehende Linthwerk zu erhalten
und ohne Aufweitungen und Profilveränderungen zu sanieren
- Kein landwirtschaftliches Kulturland
für unnötige Projekte zu opfern
- Das Linthwerk als Freizeit- und
Naherholungsraum zu erhalten.
Auf Grund der breit abgestützten interkantonalen
Petition sind wir überzeugt, dass die Linthkommission ihrer
Aufgabe pflichtbewusst nachkommt und gemäss Art. 2 der Interkantonalen
Vereinbarung prioritär auf die Bedürfnisse der Bewohner
Rücksicht nimmt.
Marianne Steiner, Kantonsrätin, Kaltbrunn
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