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  home       Marianne Steiner       Medien Übersicht       PK Linthwerk 29.07.04 (Archiv 2004)

 

Pressekonferenz
des Ueberparteilichen Komitees für den „Erhalt des Linthwerks“

Donnerstag, 29. Juli 2004, 10.00 Uhr
Landgasthof Sternen, Giessen, 8717 Benken

Ueberparteiliches Komitee für den „Erhalt des Linthwerks“
Marianne Steiner, Kantonsrätin, Kaltbrunn SG Tel. 055 283 23 55
Fax 055 283 37 33
info@mariannesteiner.ch
Elmar Bigger, Nationalrat, Vilters SG Tel. 081 302 26 91
Fax 081 302 26 89
Max Ronner, Kantonsrat, Buttikon SZ

Tel. 055 464 10 80
Fax 055 464 10 81
macmax@bluewin.ch

René Brandenberger, alt-Landrat, Mollis GL Tel. 055 612 37 51
Fax 055 612 13 36
renebrandenberger@bluewin.ch
Hans-Heinrich Heusser, Kantonsrat, Seegräben ZH Tel. 01 932 25 84
Fax 01 932 34 21
hh.heusser@bluewin.ch

 

Sehr geehrte Medienvertreterinnen
Sehr geehrte Medienvertreter

Wir begrüssen Sie recht herzlich zur heutigen Pressekonferenz des Ueberparteilichen Komitees für den „Erhalt des Linthwerks“ und danken Ihnen für Ihr Interesse und Ihre objektive Berichterstattung.

Konrad Escher hatte vor rund 200 Jahren ein gigantisches Werk vollbracht und das Gebiet, das im 18. Jahrhundert nachhaltig versumpft war, trockengelegt. Damit hat er das Gallen- und Faulfieber, die Ruhr, Gliederkrankheiten und andere Seuchen bekämpft und unsere Linth-ebene während bald 200 Jahren vor Hochwasser geschützt. Dörfer konnten sich entwickeln, zahlreiche Betriebe wurden angesiedelt und wichtige nationale Infrastrukturen gebaut. Mehrere bestehende Naturschutzgebiete von nationaler Bedeutung wie das Schmerkner Riet, das Burger Riet, das Kaltbrunner Riet und das Benkner Riet zeichnen das Linthgebiet bereits heute aus und bietet der Bevölkerung einen bedeutenden Freizeit- und Naherholungsraum. Hier kann man Wandern, Joggen, Velofahren, Biken, Reiten, Skaten, Schwimmen, Fischen oder ganz einfach, mit einem Spaziergang unsere herrliche Gegend geniessen und neue Kräfte für die Bewältigung des Alltags auftanken. Wir wohnen in einem wunderschönen Gebiet und wir sind stolz auf unser Region und unsere Linth.

Das Hochwasser 1999 hat gezeigt, dass die Sanierung des Linthdamms dringend erforderlich ist. Die Sicherheit der Bevölkerung im Linthgebiet hat erste Priorität. Wir wollen nicht weiter zuwarten - viel zu viel ist in den letzten Jahren verschlampt worden. Jetzt steht das Vorprojekt „Hochwasserschutz Linth 2000“ zur Diskussion. Die Rede ist von einem 90 Millionen Franken Projekt, das die Linthebene vor allem „ökologisch aufwerten“ soll. Geplant sind vor allem die Aufweitungen Kundertriet und Chli Gäsitschachen am Escherkanal und Hängelgiessen am Linthkanal. Damit wird nicht nur die Zweckmässigkeit und Funktion des Linthwerks in Frage gestellt, sondern auch weiteres Kulturland der Landwirtschaft vernichtet.

Die geplanten Massnahmen für mehr Oekologie gehen entschieden zu weit. In der November-Session 2003 hat der St. Galler Kantonsrat den gesamten Anteil des Kantons (50 % abzüglich des 10 % Anteils der politischen Gemeinden im Perimetergebiet) in der Höhe von 25.2 Millionen Franken mittels Sonderkredit gutgeheissen. Es ist noch kein Jahr seither, damals hat man mit Aufwendungen von rund 80 Millionen Franken gerechnet. Die aktuelle Kostenzusammenstellung des Vorprojekts sieht – erst 8 Monate später - für Bau und Projektierung nun bereits rund 90 Millionen Franken vor und auch dieser Betrag wird bei weitem nicht genügen. Es wird uns einmal mehr mit der „Salami-Taktik“ schmackhaft gemacht – die NEAT lässt grüssen! Auch wenn die Gesamtkosten auf Bund, Kantone und Gemeinden aufgeteilt werden – so ist es und bleibt es eine Tatsache und völlig unbestritten – es muss schlussendlich der Steuerzahler berappen. Wir können uns dieses Mammutprojekt schlichtwegs nicht leisten, wir müssen uns auch hier auf die Kernaufgaben der Staates konzentrieren und aufhören, Geld für unnötige Projekte zu verschleudern. Machbares kommt klar vor Wünschbarem und das ist hier eindeutig der Hochwasserschutz.

Mit dieser Petition soll die Linthkommission aufgefordert werden, ihre Aufgabe wahrzunehmen und den Hochwasserschutz in der Linthebene sicherzustellen. Mit Rücksicht auf die knappen Staatsfinanzen und die bereits hohe Steuerbelastung der Bürgerinnen und Bürger fordern wir die Linthkommission auf:

  1. Das bestehende Linthwerk zu erhalten und ohne Aufweitungen und Profilveränderungen zu sanieren
  2. Kein landwirtschaftliches Kulturland für unnötige Projekte zu opfern
  3. Das Linthwerk als Freizeit- und Naherholungsraum zu erhalten.

Mit dieser Petition sollen die Bürgerinnen und Bürger der vier Konkordatskantone Glarus, Schwyz, St. Gallen, Zürich die Möglichkeit erhalten, zum Vorprojekt „Hochwasserschutz Linth 2000“ Stellung zu beziehen. Wir können und wollen uns gegen dieses Diktat von oben wehren und sind überzeugt, dass viele Bürgerinnen und Bürger unsere Ansicht teilen. Ziel ist es innerhalb der Vernehmlassungsfrist von zwei Monaten viele Unterschriften zu erhalten, damit die Linthkommission unsere Forderungen erfüllt.

KR Steiner Marianne, Kaltbrunn

 

 

 

 

 

Pressekonferenz des Überparteilichen Komitees für den "Erhalt des Linthwerks" / 29.07.04

Pressekonferenz des Überparteilichen Komitees für den "Erhalt des Linthwerks" / 29.09.04

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

aktualisiert 11.02.2005