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„Die Wahl gewinnen ist mein klares Ziel“
Gossau/Kaltbrunn:
Zur Nomination von Marianne Steiner als Nationalratskandidatin
durch die kantonale SVP
Am Montag hat die SVP
des Kantons St. Gallen den Nationalratswahlkampf eingeläutet.
Mit einer Zwölferliste, auf der auch Marianne Steiner, Kaltbrunn,
aufgeführt ist, will die SVP erneut wählerstärkste
Partei werden.
Josef Fäh
Die SVP hat am Montagabend in Gossau ihre
zwölf Kandidatinnen und Kandidaten nominiert. Jeder Kreis ist
mit mindestens einem Kandidaten vertreten. Die Liste wird von den
drei bisherigen Nationalräten Toni Brunner, Theophil Pfister
und Elmar Bigger angeführt. Die weiteren neun Namen werden
in alphabetischer Reihenfolge platziert.
Die Wählerversammlung der SVP See-Gaster
in Schänis schlug die Nomination von Marianne Steiner und René
Bühler vor. In Gossau machte dann die Kaltbrunner Kantonsrätin
das Rennen. „Ich bin enttäuscht, dass ich nicht nominiert
worden bin, akzeptiere aber den Entscheid der Delegierten und werde
mich für Marianne Steiner einsetzen“, erklärte René
Bühler gestern gegenüber der „Linth-Zeitung“.
Marianne Steiner stellten wir gestern einige Fragen.
Marianne Steiner, sind Sie zufrieden,
dass Sie als einzige SVP-Kandidatin aus dem Linthgebiet nominiert
worden sind?
Bei einer offenen Wahl haben sich die kantonalen
Delegierten mit 118 zu 69 Stimmen klar für mich entschieden,
was mich sehr freut.
Räumen Sie Ihrer Wahl im Oktober
jetzt grössere Chancen ein?
Bei den letzten Nationalratswahlen 1999
habe ich das beste Resultat aller Kandidierenden im Linthgebiet
und das beste Resultat als Frau im Kanton erzielt. Ziel der SVP
See-Gaster ist, den Wähleranteil als zweitstärkste Kraft
weiter auszubauen und den Sitz ins Linthgebiet zu erkämpfen.
Könnte dieses parteiinterne „Machtspielchen“
zwischen Ihnen und René Bühler möglicherweise noch
Folgen haben?
Nein, die SVP See-Gaster hat beide Kandidaten
zuhanden der kantonalen Delegierten nominiert. Diese haben am Montag
in einem demokratischen Verfahren entschieden, und dies ist zu akzeptieren.
Ziel der SVP ist, den bei den Wahlen
1999 knapp verpassten vierten Sitz zu ergattern. Wird ihr dies gelingen?
Anhand der Wählerumfragen wird die
SVP weiter zulegen. Wenn das Gedankengut der letzten Abstimmungen
und der Wählerschaft, wieder in Bern vertreten zu sein, konsequent
umgesetzt wird, bestehen gute Chancen, einen der zwei frei werdenden
Sitze im südlichen Kanton für uns im See-Gaster zu gewinnen.
Die „Konkurrenz“ vor allem
die CVP mit Köbi Büchler, wird alles in Bewegung setzen,
um dieses Mal erfolgreich zu sein. Warum glauben Sie, ihm überlegen
zu sein?
Die CVP hat die Chance bei den letzten Nationalratswahlen
1999 verpasst, den frei werdenden Sitz von Nationalrat Sepp Kühne
einzunehmen. Die CVP mit ihrem Mittelinks-Kurs ist längst kein
verlässlicher Partner mehr.
Sind Sie von Ihrem Bekanntheitsgrad im
Linthgebiet auch in anderen Wahlkreisen überzeugt?
Ja, als Kantonsrätin und Ko-Präsidentin
verschiedener Komitees u.a. „Stopp Luchs-Versuchsprojekt.“
Nun die Königsfrage: Bei den letzten
NR-Wahlen erhielten Sie mit 27678 Stimmen von allen kandidierenden
SVP-Kandidatinnen am meisten Stimmen. Werden Sie dieses Mal die
Hürde schaffen?
Das ist mein klares Ziel.
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