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Die SVP pocht auf Mitspracherecht
Toni Brunner und Paul Meier referierten
an der Hauptversammlung der SVP
Am Donnerstag fand im
„Treu Bund“ in Gommiswald die Hauptversammlung der SVP
See-Gaster statt. Kantonalpräsident Toni Brunner sprach über
das Motiv zur „Proporzinitiative im Kanton St. Gallen“,
derweilen Kantonsrat Paul Meier den Kindergarten und die Primarschule
im Wandel der Gesellschaft beleuchtete.
Renate Ammann
Direkt aus dem Nationalrat war Toni Brunner nach Gommiswald gekommen,
und so blieb es nicht aus, dass er mit dem aktuellsten Thema des
Tages aufwartete, die auf 0.5 herabgesetzte Promillegrenze für
Autofahrer. Es sei eine wegweisende Entscheidung, die von der SVP
allerdings nicht kopflos hingenommen worden sei, meinte er.
„Allianz der Machtverwalter“
In seinem Referat zeigte Brunner den Grund
auf, weshalb die SVP die Proporzinitiaitve im Kanton St. Gallen
lanciert. Im Gegensatz zu dem im Augenblick herrschenden Majorzsystem,
„einer vereinigten Allianz der Machtverwalter“, wie
er das Mehrheitswahlrecht bezeichnete, wären beim Proporzsystem
alle Gruppierungen gerecht vorhanden. Im Jahr 1919 habe die Schweiz
die Majorzwahlen eingeführt und mit Ausnahme der Kantone Tessin
und Zug habe man bis jetzt daran festgehalten.
„Mit der Volksinitiaitve nehmen wir
unser Recht wahr“. Das bedeute, dass jede politisch relevante
Partei ein Mitspracherecht habe, und dieses habe sie nur mit einem
Sitz in der Regierung. Das Sammeln der 8000 notwendigen Unterschriften
ab der kommenden Woche bis im August sei ein Testlauf und gleichzeitig
ein Gradmesser für die SVP des Kantons.
„Schrecklicher“ Uebergang
Als Mitglied der vorberatenden Kommission
löste das Thema (Kindergarten und Primarschule im Wandel der
Gesellschaft“ bei SVP-Kantonsrat Paul Meier von Beginn an
Kopfschütteln aus. Auf der einen Seite sollten 100 Mio. Franken
eingespart werden, während im Erziehungsdepartement die Kosten
ins Unermessliche stiegen. Die Regierungsparteien hätten sich
gegen Regierungsrat Hans-Ulrich Stöckling mit der Einführung
der Basisstufe und dem obligatorischen Mittagstisch und einer weiteren
Variante, der Tagesschule, durchgesetzt.
„Basisstufe, das heisst, dass Kindergärtner
ab vier Jahren und Primarschüler in einem nahtlosen Übergang
in einem Raum unterrichtet werden“, der jetzige Übergang
vom Kindergarten zur Primarschule sei für die Kinder schrecklich.
Flächendeckend sei dies mit 128 Mio. Franken Aufwand im Jahr
verbunden. Nun suche man fieberhaft nach Schulklassen für Versuche,
denn es gäbe Probleme mit den Räumlichkeiten. Es sei an
der Zeit, sich wieder der bleibenden Werte der Familie zu erinnern,
mahnte Meier abschliessend, und vor allem Müttern den Rücken
zu stärken, und sie nicht zu Puffern der heutigen stetig ändernden
Wirtschaftssituation zu machen.
Dechargen im Vorstand der SVP See-Gaster
Ra. – Von Präsidentin Marianne
Steiner, Kaltbrunn, äusserst speditiv geführt, verlief
die erste Hauptversammlung der SVP See-Gaster im Vorfeld der beiden
Kurzreferate vollkommen diskussionslos. Im Jahresbericht der Präsidentin
kam das reich befrachtete und arbeitsintensive Programm zum Ausdruck.
Zu ihrer Freude habe sich der Kanton St. Gallen zur Hochburg ihrer
Partei entwickelt.
Die von Kurt Schnider, Benken vorgelegte
Jahresrechnung schliesst dank haushälterischem Umgang mit den
Finanzen mit einem erfreulichen Resultat ab. Die Nachfolgereglung
für den zurücktretenden Kassier ist momentan noch offen.
Bis sich eine geeignete Person findet, führt Kurt Schnider
das Amt weiterhin aus.
Relativ kurzfristig gab GPK-Mitglied Erika
Pauli, Weesen, ihren Rücktritt bekannt, für das sich spontan
Urs Rutz aus Amden zur Verfügung stellte. Von Abstimmungsveranstaltungen,
Nominationsversammlungen für die Kantonsratswahlen, Standaktionen
und diversen vergnüglichen Anlässen ist auch das laufende
Jahr geprägt.
Abschliessend wies Wahlkampfleiter Oskar
Gmür, Schänis, auf die laufenden Nationalratswahlen hin,
bei denen ein vierter Sitz unbedingt erreicht werden soll.
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