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Steiner und Bühler haben das Bundeshaus
im Visier
Die SVP See-Gaster
nominierte am Freitag zwei Kandidaten für die Nationalratswahlen
vom Herbst
Nachdem die CVP See-Gaster
den Schänner Kantonsrat Köbi Büchler als Nationalratskandidaten
nominiert hat, tritt nun auch die SVP See-Gaster mit zwei Namen
an die Öffentlichkeit. Zuhanden der kantonalen Delegiertenversammlung
empfiehlt sie die beiden Kantonsräte Marianne Steiner, Kaltbrunn
und René Bühler, Schmerikon, zur Wahl.
Renate Ammann
Nach dem Motto „zuerst das Vergnügen
und dann die Arbeit“ lud die SVP See-Gaster am Freitag im
Restaurant „Windegg“ in Schänis zunächst zum
unterhaltsamen Neujahrs-Apéro, geprägt von munteren
Gesprächen und Sepp Gwerders lüpfigen Handorgelklängen.
In ihrem ausführlichen Rückblick auf das Jahr 2002 liess
Marianne Steiner, Präsidentin der SVP See-Gaster, all die relevanten
Abstimmungen Revue passieren. Das Linthgebiet habe sich diesbezüglich
als eigentliche SVP-Hochburg entpuppt, und das motiviere zu neuen
Taten, freute sie sich.
Die grössten Herausforderungen für
die Partei sehe sie in den Wahlen vom kommenden Herbst. Vor allem
gelte es, das im Linthgebiet vorhandene riesige SVP-Stimmen-Potenzial
zu nutzen. Seit dem Rücktritt von Nationalrat Josef Kühne
1999 sei die Region nicht mehr in Bundesbern vertreten und jetzt
würden gute Chancen bestehen, einen der beiden frei werdenden
Sitze im südlichen Kanton für den Kreis See-Gaster zu
gewinnen.
Unermüdliche Kämpferin
Die Vorstellung von Marianne Steiner als
Kandidatin für die im Oktober stattfindenden Nationalratswahlen
übernahm der Vizepräsident der SVP-Ortspartei Kaltbrunn,
Ernst Frischknecht. Die selbständige Treuhänderin wurde
vor zwei Jahren in den Kantonsrat gewählt und ist dort Mitglied
in diversen Kommissionen. Steiner präsidiert seit April 2002
die Kreispartei See-Gaster, hat im leitenden Ausschuss der SVP des
Kantons St. Gallen und im Zentralvorstand der SVP Schweiz Einsitz
und amtiert als Vizepräsidentin der SVP Frauen Schweiz.
Ihre persönlichen Schwerpunkte lege
sie unter anderem auf die Sicherung, Erhaltung und Schaffung neuer
Arbeitsplätze, „bessere“ Rahmenbedingungen für
Unternehmen und Landwirtschaft, „vernünftiges“
Asylwesen sowie weniger Steuern und Abgaben, damit vermehrt finanzielle
Mittel für den persönlichen Gebrauch und Eigenverantwortung
zur Verfügung stünden. Ausserdem kämpft sie in verschiedenen
Komitees auf nationaler, kantonaler und regionaler Ebene.
„Keine Wischi-Waschi-Politik“
„Es gibt nichts, was nicht geht“,
lautet der politische Leitspruch von René Bühler, der
sich der Versammlung selbst vorstellte. Der 46-jährige in Schmerikon
Wohnhafte ist diplomierter Klärwerkmeister und arbeitet als
technischer Leiter in der Abwasseranlage Hombrechtikon. Um Jugendliche
auszubilden, sieht er sein nächstes berufliches Ziel im Erwerb
des eidgenössischen Klärwerkfachmannes. Der politische
Werdegang Bühlers beginnt 1995 als Gründungsmitglied der
SVP Bezirk See-Gaster, 2000 wird er in den St. Galler Kantonsrat
gewählt, hat einen ständigen Sitz als Mitglied der Staatwirtschaftlichen
Kommission, amtet als Subkommissionspräsident und ist Gründer
und Präsident der SVP Ortspartei Schmerikon.
Wie er sagte, sehe er sich als Vertreter
des zu erhaltenden Mittelstandes, der für Eigenständigkeit
und Senkung von Steuern, Abgaben und Gebühren kämpfe.
„In Bern möchte ich die Bürgerrechte vertreten,
Versprechen umsetzen und vor allem keine Wischi-Waschi-Politik“
so sein Votum.
Nach langer Diskussion über die Vor-
und Nachteile einer Einer- oder Zweierkandidatur, entschied sich
das Mehr der Stimmberechtigten, beide Bewerber zuhanden der in der
kommenden Woche anberaumten kantonalen Delegiertenversammlung zu
nennen. In ihren Händen liegt die Entscheidung, wer ins Rennen
geschickt wird.
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