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Marianne Steiner ist nominiert
Die kantonale SVP will vier Sitze im
Nationalrat – und einen im Ständerat
Die SVP Linth wird bei den Nationalratswahlen
von Marianne Steiner, Kaltbrunn vertreten. René Bühler,
Schmerikon, schied an der gestrigen Delegiertenversammlung in Gossau
zusammen mit zwei weiteren überzähligen Kandidaten aus.
Von Ruedi Hertach
Die SVP nominiert für die Nationalratswahlen
aus dem Linthgebiet erneut die Kaltbrunnerin Marianne Steiner. Der
Schmerkner René Bühler wurde von der kantonalen Delegiertenversammlung
gestern in Gossau hingegen diesmal nicht nominiert.
Zusammen mit Marianne Steiner auf der Liste
sind die bisherigen SVP-Nationalräte Toni Brunner, Ebnat-Kappel,
Theophil Pfister, Flawil und Elmar Bigger, Vilters sowie Walter
Gartmann, Trübbach, Karl Güntzel, St. Gallen, Jasmin Hutter,
Altstätten, Jeannette Schlegel, Goldach, Erwin Böhi, Will,
Heinz Habegger, Neu St. Johann, Elisabeth Schnider, Wangs und Bruno
Gutmann, St. Gallen.
Vor der Nominierung gab es noch ein kleines
Scharmützel: Im Interesse einer guten regionalen Verteilung
hatte der kantonale Parteivorstand jeder regionalen SVP einen Platz
auf der Liste garantieren wollen. Zwecks vereinfachter Abwicklung
der Nominierung sollten die bisherigen Nationalräte respektive
je ein so genannter „gesetzter Kandidat“ pro Region,
aufzustellen durch die Wahlkreisparteien, direkt auf die Liste kommen.
Probleme damit hatten einerseits die Stadtsanktgaller, die Anspruch
erheben auf zwei „gesetzte Kandidaten“ und eventuell
noch einen dritten, den spontan aufgestellten zukünftigen Kantonsratspräsidenten
– schliesslich seien in St. Gallen auch am meisten Stimmen
zu holen – und die SVP See-Gaster, die sich nicht hatte einigen
können, wer von den beiden Kandidaten aus dem Linthgebiet,
Marianne Steiner oder René Bühler als gesetzt zu gelten
habe.
So kam es den SVP-Kandidaten aus dem Linthgebiet
zu, sich als erste vorzustellen, damit die Delegierten diese emotional
offenbar schwierige Bewertung vornehmen konnten. René Bühler
kündigte an, in Bern keine Windfahnenpolitik zu machen und
für die Bürgerrechte einzustehen, falls er gewählt
werde, und Marianne Steiner vertraute darauf, dass man sie als „Patriot
und unermüdliche Kämpferin für das Wohl des Volkes“
kenne. Marianne Steiner entschied dieses Stechen mit 118 zu 69 Stimmen
glanzvoll für sich, und die St. Galler mussten sich mit bloss
einem Gesetzten, Karl Güntzel, zufrieden geben, bekamen aber
Bruno Gutmann bei der Ausscheidung um die verbliebenen vier Listenplätze
doch noch nominiert. René Bühler ging hingegen auch
hier leer aus
Anspruch auf Ständeratssitz
In seiner Rede
bestrich Kantonalparteipräsident Toni Brunner die CVP und die
FDP mit Grundsatzkritik und stellte fest, recht der Mitte gebe es
viel Platz für die SVP. Auf den Ausgang der Nationalratswahlen
wartet er zuversichtlich. Es gelte nun, jenen vierten Sitz, den
die SVP das letzte Mal haarscharf verpasst habe, zu erobern. Aber
auch im Hinblick auf die Ständeratswahlen wolle die SVP mehr,
nämlich einen der beiden Sitze, da Erika Forster und Eugen
David in allen wichtigen Abstimmungen nicht die SVP und nicht die
Mehrheit der St. Galler Bevölkerung vertreten hätten.
Nähere Details zur SVP-Ständeratskandidatur gebe es im
Frühling.
Bei der Parolenfassung zum Wasserbaugesetz
entschied sich die Delegiertenversammlung klar für ein Nein.
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