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Im vergangenen Jahr jagte eine Abstimmung die
andere
Gommiswald: Erste Hauptversammlung der
SVP See-Gaster
Nach der am 19. April
2002 erfolgten Gründung der SVP See-Gaster nach dem Zusammenschluss
der beiden Bezirksparteien hat in Gommiswald die erste ordentliche
Hauptversammlung stattgefunden. Im Mittelpunkt stand ein Referat
von Nationalrat Toni Brunner zur heute startenden kantonalen Proporz-Initiative.
Arnold B. Stampfli
Heute beginnt im Kanton St. Gallen die Unterschriftensammlung für
die Volksinitiative, die unter dem Titel „Für eine gerechte
Wahl der Regierung“ (nach Proporz) ab dem Jahr 2008 eine andere
Zusammensetzung des Regierungsrates verlangt. Die SVP, so Toni Brunner
in seinem Referat, ist unzufrieden, weil sie im Regierungsrat nicht
präsent ist, vom Volk noch nie ein SVP-Kandidat gewählt
wurde. Brunner stösst sich vor allem daran, dass die Freisinnigen
mit einem Wähleranteil von rund 17 Prozent drei Regierungsräte
stellen. Seiner Ansicht nach müsste sich der St. Galler Regierungsrat
aus je zwei Leuten der CVP, der SVP, der SP und einem Freisinnigen
zusammensetzen. Brunner erinnerte daran, dass die Kantone Tessin
und Zug seit über 100 Jahren auch für ihre kantonale Exekutive
den Proporz vorsehen und bisher nicht schlecht damit gefahren sind.
Zudem gebe es in machen Kantonen so etwas wie den stillen Proporz,
in dem freiwillig auf die jeweiligen Parteistärken abgestellt
werde. Das Ziel ist das Beibringen von 8000 Unterschriften innert
fünf Monaten. Bei rund 2600 Mitgliedern im ganzen Kanton sei
jeder aufgerufen, Unterschriften zu sammeln, betonte Brunner vor
den Parteifreunden aus See und Gaster.
Bereits zweimal unterlegen
Toni Brunner benützte die Gelegenheit,
auch aktuell von der Session in Bern zu berichten. Bereits zweimal
sei die SVP-Fraktion diese Woche unterlegen, so bei der Festlegung
der neuen Promillegrenze. „Die SVP ist nicht selten in der
Minderheit. Aber dafür haben wir das Jahr 2003, wo es vielleicht
eine Mehrheit gibt“, meinte Brunner mit Blick auf die Nationalratswahlen
vom Oktober. Dort wolle die SVP St. Gallen ihren vierten Sitz erobern.
Marianne Steiner erinnerte in ihrem Jahresbericht
an die zahlreichen Anlässe der nun vereinigten SVP See-Gaster.
Eidgenössisch und kantonal hat zudem „eine Abstimmung
die andere gejagt“. An politischer Arbeit fehlte es nicht.
In mehreren Fällen habe das Volk im Kanton St. Gallen der jeweiligen
SVP-Parole Folge gegeben, auch wenn gesamtschweizerisch das Resultat
ein anderes war.
Urs Rutz, Amden ist für die nach Kanada
ausgewanderte Erika Pauli, Weesen, in die GPK gewählt worden.
In einem weiteren Referat berichtete Paul
Meier, Ernetschwil, von der letzten Session des St. Galler Grossen
Rates. Die Mehrheit des Kantonsparlaments habe von einem Bericht
der Regierung (in positivem Sinn) Kenntnis genommen, der für
Kindergarten und Volksschule andere Strukturen aufzeigt. Die SVP
habe aus sachlichen und vor allem finanziellen Überlegungen
diesem Vorhaben opponiert. Meier nannte ein paar Zahlen, welche
zeigen sollten, wie gross die zusätzlichen Aufwendungen für
den Kanton und darüber hinaus für die Schul- und die politischen
Gemeinden sein würden. Sie müssen die Betreuung der Schüler
über Mittag, am Nachmittag und selbst in den Ferien übernehmen
und garantieren. Allein die Mehrkosten für Löhne waren
enorm.
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