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Für tiefere Steuern und Gebühren

Kaltbrunn: Auftakt der SVP See-Gaster zu den Nationalratswahlen – Marianne Steiner rechnet sich gute Chancen aus

Sie wolle sich in Bern für das einsetzen, wofür sie in den letzten Jahren gekämpft habe; bessere Rahmenbedingungen für Bauern und Gewerbler, sagt SVP-Nationalratskandidatin Marianne Steiner. Die Kantonalpartei will einen vierten Sitz in Bern.

Patrik Hasler

Bereits vor vier Jahren stand sie auf der Liste der SVP des Kantons St. Gallen. Damals erhielt Marianne Steiner, Präsidentin der SVP See-Gaster und Nationalratskandidatin rund 27 700 Stimmen, was ihr im Kanton den sechsten Platz einbrachte, im Linthgebiet erzielte sie sogar das beste Resultat aller Kandidaten überhaupt. Um nach Bern zu kommen, reichte dies 1999 allerdings nicht. Bei den nächsten Wahlen am 19. Oktober soll’s nun aber klappen. „Ich rechne mir gute Chancen aus“, sagte sie am gestrigen Wahlauftakt der SVP See-Gaster in Kaltbrunn.

„Wir wollen einen vierten Sitz“

Die SVP des Kantons St. Gallen tritt im Oktober mit einer Liste und zwölf Kandidaten an. Einige von ihnen mischten sich gestern auch unter die rund 60 Anwesenden. Unter anderen waren dies Kantonalparteipräsident Toni Brunner (Toggenburg), Theo Pfister (Wil) und Elmar Bigger (Sargans), die alle drei bereits in Bern Einsitz halten. „Wir sind die stärkste Partei im Kanton St. Gallen“, betonte Brunner. Jeder vierte St. Galler wähle die SVP. Daher sei es auch logisch, dass man Hunger auf mehr bekommen habe. „Wir wollen einen vierten Sitz in Bern, den voraussichtlich die CVP abtreten muss“, sagte er. Ohne die Listenverbindung mit der FDP im Jahr 1999 hätte die CVP damals nämlich gar keinen vierten Sitz erhalten.

Keine zusätzlichen Aktivitäten

„Ich will gute Arbeit leisten in Bern“, sagte gestern Nationalratskandidatin Marianne Steiner. Sie wolle auf nationaler Ebene das vorantreiben, wofür sie sich in den letzten Jahren im St. Galler Kantonsrat eingesetzt habe. Dies seien vor allem tiefere Steuern und Gebühren, bessere Rahmenbedingungen für Bauern und Gewerbler sowie gesunde Finanzen. Weiter forderte Marianne Steiner die Leute auf, an die Urne zu gehen: „Denn wer nicht politisiert, mit dem wird politisiert“.

Zusätzliche Aktivitäten im Hinblick auf die bevorstehenden Nationalratswahlen plant Steiner allerdings keine. Man kenne sie bereits im ganzen Kanton, meint sie. Dies, weil sie in den letzten Jahren als St. Galler Kantonsrätin viele Aufgaben wahrgenommen, in verschiedenen Kommissionen gewirkt habe und unzählige repräsentativen Aufgaben nachgegangen sei. Und diesen Aufgaben werde sie auch bis zu den Wahlen nachgehen – ausgelastet sei sie damit ohnehin genug, sagte sie.

Grillplausch und Fabrikbesichtigung

„Die SVP ist die einzige Partei, die sich klar gegen einen Beitritt zur EU ausspricht“, sagten sowohl Marianne Steiner als auch Toni Brunner. Der Kantonalparteipräsident äusserte sich zudem zur Asylpolitik sowie zum Bundesgerichtsentscheid, über das Einbürgerungsverfahren. Danach widmete man sich dem Grillplausch auf dem Hof vom Ortsparteipräsident Sepp Jud.

Dem geselligen Teil verausgegangen ist bereits um 17.30 Uhr eine Führung durch die Fabrik- und Aussstellungshallen der Linth Möbelfabrik AG, der in den frühen Abendstunden allerdings nur gut 25 Personen beiwohnten. Erst im Verlauf des späteren Abends erhöhte sich auf dem Hof von Sepp Jud die Zahl der Besucher. Für musikalische Unterhaltung sorgte der Schwyerörgeli-Club Jona.

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aktualisiert 11.02.2005