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Kommentar

Der/die Schönste im Land?

Von Ruedi Hertach

Kaum zufällig haben am Freitag die Regionalparteien von CVP und SVP zeitgleich die Hauptphase des Nationalratswahlkampfs eingeläutet: Sie haben dabei gewissermassen ein Fernduell ausgetragen. Hüben die CVP, die kantonsweit um ihren vierten Sitz bangt, was sich just im Linthgebiet auswirken könnte, und drüben die SVP, die besagten Sitz wohl erben würde und es für möglich hält, dass dabei das Linthgebiet in die Kränze kommt. Und es werfen die einen den andern vor, eine unseriöse Politik zu betreiben, während die andern den einen anlasten, sich falsch zu positionieren.

Natürlich lässt sich das Fernduell an zwei Namen festmachen. Köbi Büchler und Marianne Steiner. Wer von ihnen ist der/die Schönste im Land? Bei beiden ist es denkbar, dass sie auf vordere Listenplätze kommen, und zugleich sind weder der Schänner noch die Kaltbrunnerin parteiintern eindeutig zu favorisieren. Er wie sie suchen vor allem ein ländlich-bodenständiges Wählermilieu anzusprechen. Büchler moderater, Steiner radikaler. Beide sind, um kantonsweit zu reüssieren, auf starken Rückhalt in der eigenen Region angewiesen. Und natürlich ist es der hiesigen Wählerschaft unbenommen, sowohl ihn wie sie auf den Wahlzettel zu setzen. Vor allem die CVP ist aber, damit es reicht, auf möglichst viele zusätzliche Listenstimmen angewiesen, so wie sie das früher im Linthgebiet erwarten konnte.. Just da aber fischt die SVP sellenruhig im einstmals richtig schwarzen Teich.

Die dritte bürgerliche Partei, die FDP, spricht mit Martin Klöti (kantonsweit ohne Favoritenrolle) die Modernisten an, bei denen Steiner kaum und Büchler nur eventuell mitwählbar ist. Und so bestätigt sich, was absehbar war: Die Region Gaster/See steigt nicht mit maximal vorstellbarer Geschlossenheit in die Wahlen – und braucht entsprechend Glück, um zu einem Sitz zu kommen.

 

 

 

 

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