| Uno-Beitritt
Frauenkomitee „Gegen den UNO-Beitritt
der Schweiz“
Sagen auch Sie am 3. März 2002
NEIN zum UNO-Beitritt der Schweiz!
Kurzargumentarium
Schweiz erfüllt Ziele der UNO auch
ohne Beitritt:
Ohne Mitglied der UNO zu sein, erfüllt
die Schweiz deren Ziele in geradezu idealer Weise. Die Schweiz ist
ein demokratisches, überdurchschnittlich soziales Land, das
international aktiv mitwirkt und dort zahlreiche Verpflichtungen
und Kosten übernimmt. Dank ihrer Neutralität wird die
Schweiz immer wieder als Vermittlerin zwischen Konflikt- und Kriegsparteien
angerufen. So kann die Schweiz als Nichtmitglied der UNO mehr zu
einer friedlicheren Welt beitragen, als sie dies innerhalb der Organisation
tun könnte.
Illusorisches Mitspracherecht:
Als UNO-Mitglied müsste die Schweiz
die Verpflichtung eingehen, Beschlüsse des UNO-Sicherheitsrates
ohne wenn und aber zu akzeptieren. Sie müsste Sanktionen gegen
einzelne andere Staaten mittragen. Boykotte und Brotsperre sind
mit unserer Neutralität jedoch nicht vereinbar. Unsere jahrhunderte
lange Tradition der Neutralität würde untergraben und
damit unglaubwürdig.
Gefährdung unserer Sicherheit:
Neben der Armee ist die Neutralität
der Schweiz die Hauptgrundlage unserer nationalen Sicherheit. Wenn
wir unsere Neutralität jedoch unglaubwürdig machen, gefährden
wir unsere Sicherheit in künftig möglichen Konflikten.
Neutrale Vermittlerrolle:
Die zahlreichen Kriege der Vergangenheit
sind fast alle von UNO-Mitgliedern angezettelt worden. Damit war
die UNO gewissermassen immer selber Kriegspartei. Eine Mehrheit
der UNO-Mitglieder hat sich dann gegen andere UNO-Mitglieder gestellt.
Wer kann in einer solchen Situation unvoreingenommen und vertrauenserweckend
vermitteln ausser ein neutraler Staat wie die Schweiz? Im Krieg
der Amerikaner gegen die Taliban haben letztere denn auch jegliche
Vermittlung der UNO abgelehnt, weil diese parteiisch sei. Es ist
durchaus im Interesse der Weltgemeinschaft, irgendwo auf der Welt
ein Land zu wissen, das vorbehaltlos als unabhängig und neutral
gilt, ein Land bei dem die Konfliktparteien bei ersten Verhandlungen
nicht gezwungen werden, ihr Gesicht zu verlieren.
Erschwerte humanitäre Hilfe:
Eine Vollmitgliedschaft würde das Leisten
von humanitärer Hilfe in Notlagen erschweren. Mit der Arbeit
in UNO-Sonder- und Unterorganisationen, wo es darum geht, zu bestimmten
Fragen spezifische Lösungen zum Wohl der Menschheit zu finden,
kann die Schweiz wertvollere Hilfe leisten als mit einer für
unser Land lähmend wirkenden Vollmitgliedschaft.
Demokratiedefizit:
Die UNO ist ein undemokratisches Gebilde.
In der UNO-Generalversammlung ist nicht das Volk vertreten, sondern
von der Regierung bestellte Funktionäre, Diplomaten und Beamte.
Zudem ist es nach wie vor eine Tatsache, dass die Grossmächte
in der UNO-Generalversammlung mit ihrem Veto das Sagen haben. Unser
Stimmvolk hätte bei einem UNO-Beitritt noch mehr zu bezahlen
und noch weniger zu sagen.
Souveränitätsverlust:
Die Befürworter eines UNO-Beitrittes
argumentieren, dass wir nicht auf ein Mitspracherecht in der politischen
UNO verzichten dürften. Sie vergessen dabei, dass die Schweiz
als Kleinstaat in diesem Gremium mit Grossmächten und deren
Veto nichts zu bestellen hätten. Die Schweiz würde lediglich
an Souveränität verlieren. Wir sollten unseren Kleinstaat
als Möglichkeit auffassen, die Freiheit der Bürger zu
wahren und gleichzeitig das menschlich Richtige nach eigenem Ermessen
zu tun. Dies erlaubt uns ein Mittun in ganz besonderem Masse.
Kosten eines UNO-Beitritts:
Die Schweiz zahlt heute bereits 500 Millionen
an die verschiedenen UNO-Organisationen. Allein der Beitritt würde
mindestens weitere 43 Millionen Dollar und etliche neue Bundesbeamte
erfordern. Die Schweiz steht heute an dreizehnter Stelle der Beitragszahler.
Es ist wirklich bedenklich, wenn man uns da noch weismachen will,
ausserhalb der UNO wären wir Egoisten!
Den Beitritt zur humanitären UNO
hat die Schweiz schon längst vollzogen – vom Beitritt
zur politischen UNO hat sie aber nach wie vor abzusehen!
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