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Vierte SVP-Ortspartei im Gaster

Nach Amden, Schänis und Kaltbrunn hat auch Benken eine Ortspartei

An der Gründungsversammlung der SVP-Ortspartei Benken vom Montagabend im Landgasthof "Sternen" wurde Niklaus Fischli, Landwirt, Spitzenwies, zum Präsidenten gewählt. Nationalrat Dr. Ulrich Schlüer hielt ein Referat über die von der Gesamtpartei lancierte "Gold-Initiative."

Von Josef Fäh

Preteigründung SVP Benken

 

"SVP-Stimmung" herrschte bereits, als die Gäste um halb acht im "Sternen" zum Apéritif geladen waren: Alois Züger und Albin Kälin spielten nicht nur herzerfrischend auf ihren Schwyzerörgeli, sondern trugen zur Feier des Abends auch ihre schmucken Kütti mit den Edelweiss. Das Gründungsteam der SVP-Ortspartei Benken konnte rund 70 Personen – meist Leute mittleren Alters – begrüssen, unter ihnen die Nationalräte Ulrich Schlüer und Toni Brunner, verschiedene SVP-Bezirksparteipräsidenten, die gemeinderätliche Delegation aus Benken mit Josef Hofstetter und Franz Schuler sowie CVP-Ortsparteipräsident Stefan Kühne.

Die 51. Ortspartei im Kanton

Die Präsidentin der SVP-Bezirkspartei Gaster und Nationalratskandidatin Marianne Steiner, Kaltbrunn, gab ihrer Freude über die Gründung der 51. Ortspartei und damit dem Aufstieg des Gasters zur drittgrössten Partei im Kanton Ausdruck. Bis 24. Oktober werden weitere Ortsparteien in Taminatal, Lichtensteig, Bad Ragaz und Krinau gegründet.

Prägnant stellte die Bezirksparteipräsidentin das Parteiprogramm der SVP und deren Wahlziel vor: Den Wähleranteil von 8.6% bei den letzten Parlamentswahlen um mindestens die Hälfte aufzustocken, "um die Weichen zu stellen, damit der Zug ab 24. Oktober auf einem anderen Geleise fährt."

Die 22 Statuten der neu zu gründenden Ortspartei wurden in der Folge ohne Diskussion und Gegenstimmen gut ge-heissen. Die Partei, die sich zu den Grundsätzen der SVP des Kantons St. Gallen bekennt, will mit ihrer Tätigkeit mit helfen, die dort umschriebenen Ziele zu Gunsten des Gemeinde- des St. Galler- und des Schweizervolkes zu ver-wirklichen.

Wahl des Vorstandes

Als erster Präsident geht der in der Spitzenwies wohnhafte Landwirt Niklaus Fischli in die Geschichte der SVP-Orts-partei Benken ein. Mit ihm sind bereit, im Vorstand zu arbeiten; Urs Hofstetter, Zimmermann, Büchelstrasse, Stefan Landolt, Landwirt, Laich, Alois Fäh, Abteilungsleiter, Büchelstrasse und Kurt Schnider, Landwirt, Doggen. In die Revisionsstelle wurden Karl Kistler, Metzger, und Robert Fischli, Landwirt und als kantonale Delegierte Urs Hof-stetter und Kurt Schnider gewählt. Kurt Schnider durfte übrigens viele Komplimente für seinen ausserordentlichen Einsatz im Gründungsteam entgegen nehmen.

Niklaus Fischli , dem die Verbreitung des Gedankengutes der SVP am Herzen liegt, betonte in seinem ersten präsidialen Votum, dass bei der letzten Abstimmung die Benkner Wählerschaft derart überzeugend den Anträgen der SVP gefolgt sei, insbesondere in Sachen Mutterschaftsversicherung, dass ihm die Resultate zusätzlich "Mumm" ge-geben hätten. Die neu gegründete Partei wolle die anderen Parteien nicht konkurrenzieren, sondern mit ihnen zusammen arbeiten. Vor allem sei ihm, Fischli, auch wichtig mit den Behörden, in denen die SVP eine angemessene Vertretung anstrebe, ein erspriessliches Teamwork zu pflegen.

Nein zur EU...

Verschiedene SVP-Politikerinnen und -Politiker aus dem Kanton, worunter auch der Parteipräsident des Bezirkes See, Kantonsrat Paul Meier, und der Ammler Adolf Gmür gratulierten zur Neugründung und spornten zu gezielter Arbeit an. Der ebenfalls anwesende Ständeratskandidat Manfred Zemp und die Nationalratskandidatinnen und –kandidaten – unter ihnen die einheimischen René Bühler, Schmerikon und Marianne Steiner, Kaltbrunn – nahmen die Gelegenheit wahr, im Hinblick auf den Urnengang vom 24. Oktober ihre politischen Ziele darzulegen. Zwei der klar formulierten Voten waren: "Nein zur EU, Nein zur Entmachtung der Schweiz" und strengeres Vorgehen gegen den Asyl-Missbrauch.

Nationalrat Toni Brunner, der im August seinen 25. Geburtstag feierte, berichtete über die an der Sondersession behandelten Bilateralen Verträge. An der Zweiten Lesung am 8. Oktober anlässlich der ordentlichen September-Session, stimmt das Parlament über die Verträge ab. Obwohl die Stellungnahme der SVP-Gesamtpartei im Moment noch aussteht, dürften die SVP-Politiker den Verträgen mehrheitlich zustimmen, wie Brunner die Ausgangslage persönlich beurteilt.

Das Gold gehört nicht den "Politikern"

Nationalrat Ulrich Schlüer nahm in seinem Referat zu der von der SVP lancierten Initiative "Ueberschüssige Gold-reserven in den AHV-Fonds" Stellung. Bei der Nationalbank lagern rund 2600 Tonnen Gold. Der Bundesrat will be-kanntlich aus angeblich überflüssigen Goldreserven die auf sieben Milliarden Franken dotierte "Solidaritäts-Stiftung" schaffen, die er, wie es Schlüer formuliert, "der Oeffentlichkeit unter erpresserischem Druck aus den USA aufgrund der von der Schweiz im Zweiten Weltkrieg erfolgreich durchgehaltenen Ueberlebensstrategie im März 1997 angekündigt hatte."

Schlüer bezeichnet die Golddeckung als sinnvoll. Deshalb ist die SVP grundsätzlich gegen die Auflösung und den Verkauf von Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank. Dieses Gold sei Volksvermögen, es gehöre nicht den Politikern. Wenn aber seine Veräusserung nicht verhindert werden könne, so müsse der Verkaufserlös vollumfänglich dem Volk, nämlich dem die gesamte Bevölkerung stützenden Sozialwerk AHV zukommen. Dieses Anliegen wolle die SVP mit ihrer Initiative durchsetzen, andernfalls sei der Weg zur "erpressten Solidaritäts-Stifung" endgültig verschlossen.

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EU-Beitritt
Volles Haus – Wahlkampfauftakt in Schänis
Gründung Ortspartei Benken
SVP-Höck in Wangs – Wahlkampf-Auftakt in Wangs
SVP-Wahlveranstaltung in Uznach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

aktualisiert 11.02.2005